OUTFIT // BACK IN BLACK

ODER: WENN DIE HOSEN WIEDER PASSEN

Es geht um fiese Wertungen unter Frauen, das eigene verquere Körpergefühl und eine Gesellschaft, die immer noch nicht dazugelernt hat. Was das überhaupt mit einer Hose zu tun hat?

Anlass des Themas ist ein Instagramfoto von Journelles' Bloggerin Jessica Weiß - voller Stolz präsentiert sie sich im lässigen Outfit in einer Jeans. Und schon bricht der Shitstorm los und die Meinungen spalten sich rigoros.
Warum denn öffentlich gezeigt würde, wenn alte Kleidung zwei Wochen nach der Geburt wieder passend ist - so viele Frauen würden sich dadurch ungesund unter Druck gesetzt fühlen, umgehend ihr altes Gewicht wieder zu erlangen. Andere legen ein Wort für Jessie ein: es sei doch für die betreffende Neu-Mama ein Grund zur Freude und ,,ein super Gefühl". Auf der anderen Seite ist es schlichtweg auch nicht anormales, wenn während der Schwangerschaft gemäß der Regel zugenommen wurde und die Pfunde einfach noch da sind.

Schlussendlich ist das in der Gesellschaft immer noch tief verankerte, extrem ambivalente Bild der Frau schuld daran. Wir müssen alles sein: perfekte Mutter und noch bessere Frau, die ihren ehelichen "Pflichten" nachkommt, natürliche Schönheit und makellose Erscheinung (bei Cellulite und Co. freuen sich die Lästermäuler), intelligente Karrierefrau und zurücksteckende Kollegin.
Dass Bodyshaming angesichts dieser Zerrissenheit eins der ersten Symptome wird, ist kein Zufall.
Schließlich wollen wir allen Punkten gerecht werden - und wenn wir es nicht schaffen, soll es auch keiner anderen gegönnt sein.

Warum also solch ein Bitchfight unter Frauen? Ich plädiere für mehr Gelassenheit sowie weniger Unzufriedenheit dem eigenen Körper gegenüber und mehr Vertrauen in die Natur. Der nächste Schritt danach lässt anderen Frauen automatisch die Butter auf dem Brot, zügelt die eigene Zunge und sorgt für ein angenehmeres Miteinander ohne Ellbogen.
Weder müssen wir uns anpfeifen lassen, dass die Pre-Pregnancy-Denim wieder passt, noch muss sich irgendeine Frau jemals dafür schämen, ihre während der Schwangerschaft zugelegten Kilos immer noch zu besitzen.
Denn mal im Ernst: wir können alle verdammt stolz darauf sein, bei dem Wunder der Natur Hauptdarstellerin gewesen zu sein und es gibt echt Wichtigeres, als sich über Hosen zu streiten.
Calm down, Ladies!




PULLOVER // NICE CONNECTION (2ND HAND)
JACKE  // H&M (ALT)
DENIM // CHEAP MONDAY (ALT)
TASCHE // BETTY BARCLAY (ALT)
SCHUHE // DR. MARTENS (VEGAN)











1 Kommentare:

  1. Ganz ehrlich: Mir geht dieses Bodyshaming-Gequatschte richtig auf den Keks. Ich persönlich bin nicht beleidigt, wenn in Magazinen dünne Models unterwegs sind, auch wenn ich nicht so aussehe. Ich bin auch nicht böse, wenn plötzlich große Hintern als megasexy gelten, auch wenn ich selbst keinen habe. Schön für schlanke Mädels und Frauen mit Kurven – das heißt doch aber noch lange nicht, dass alle gesagt haben, dass ich hässlich bin, weil ich nicht so aussehe.

    Eigentlich ist das Problem doch ein anderes: Heutzutage haben viele Menschen krasse Schwierigkeiten mit ihrem Selbstwertgefühl und suchen deshalb immer Bestätigung bei anderen, anstatt bei sich selbst anzufangen. Wer denkt, dass Jessica Weiß' Hosengröße die Gesellschaft negativ beeinflusst, sollte mal nachschauen, was bei sich selbst vielleicht nicht stimmt.

    Ich finde ja, wir sollten uns um ganz andere Probleme kümmern, als um Falten, Fett und falsche Ideale ;)

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